Wenn die Seele Alarm schlägt – wie die Psychotherapie in Wien mit Existenzanalyse neue Wege eröffnet
Psychische Belastungen in Österreich: Ein Wiener Psychotherapeut erklärt, wie Existenzanalyse helfen kann.
VIENNA, AUSTRIA, April 3, 2026 /EINPresswire.com/ -- Psychische Erkrankungen nehmen in Österreich seit Jahren zu. Laut aktuellen Erhebungen leidet rund ein Viertel der Bevölkerung mindestens einmal im Leben an einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung. Besonders Burn-out, Depressionen und Angststörungen betreffen Menschen aller Altersgruppen und Berufsfelder. Die Existenzanalyse, eine in Österreich staatlich anerkannte Therapiemethode, bietet einen Ansatz, der weit über die reine Symptombehandlung hinausgeht. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen wieder Zugang zu einem Leben finden, das sie als wertvoll und sinnvoll empfinden. Gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit gewinnt diese Frage an Bedeutung. Die sogenannte „Dritte Wiener Schule" der Psychotherapie, begründet von Viktor Frankl und weiterentwickelt von Alfried Längle, setzt dabei auf einen zutiefst menschlichen Zugang. In seiner Praxis für Psychotherapie in 1170 Wien arbeitet Dipl. Päd. Bernd Thell seit vielen Jahren nach diesem Ansatz.
Burn-out, Depression, Angst: Woran man erkennt, dass die Psyche Hilfe braucht
Der Druck in der modernen Arbeitswelt ist enorm gewachsen. Ständige Erreichbarkeit, verdichtete Arbeitsprozesse und die Auflösung klarer Grenzen zwischen Beruf und Privatleben fordern ihren Tribut. Was zunächst als vorübergehende Erschöpfung beginnt, kann sich schleichend zu einem Burn-out entwickeln – mit dem Gefühl innerer Leere, Antriebslosigkeit und dem Eindruck, nur noch zu funktionieren.
Bei Depressionen ist es ähnlich. Betroffene ziehen sich zurück, kämpfen still vor sich hin oder entwickeln körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen und chronische Müdigkeit, ohne die seelische Ursache zu erkennen. In der Psychotherapie in 1170 Wien begegnen dem Therapeuten Bernd Thell solche Verläufe regelmäßig.
Auch Angststörungen haben deutlich zugenommen. Die Existenzanalyse unterscheidet zwischen einer Grundangst, die dauerhaft das Leben überschattet, und einer gerichteten Erwartungsangst, die sich an bestimmte Situationen knüpft. Beide Formen können den Alltag massiv einschränken – nicht selten kommen Panikattacken hinzu, die Betroffene völlig unvorbereitet treffen.
Ab wann sollte man sich professionelle Hilfe suchen?
Die Grenze zwischen normalem Stress und einer behandlungsbedürftigen Erkrankung ist oft fließend. Fachleute raten dazu, aufmerksam zu werden, wenn Symptome wie anhaltende Erschöpfung, Angst oder Niedergeschlagenheit über mehrere Wochen bestehen bleiben und den Alltag spürbar beeinträchtigen. Auch wiederkehrende körperliche Beschwerden ohne klare medizinische Ursache können ein Hinweis sein. Ein Psychotherapeut kann in einem Erstgespräch helfen, die eigene Situation einzuordnen und einen passenden Weg zu finden.
Existenzanalyse in Wien: Was hinter dem Therapieansatz steckt
Die Existenzanalyse hat ihre Wurzeln in der Logotherapie Viktor Frankls, der die Suche nach Sinn als zentrale Triebkraft des Menschen verstand. Alfried Längle, ein Schüler Frankls, entwickelte diesen Ansatz entscheidend weiter und formulierte das Modell der vier existenziellen Grundmotivationen. Dahinter steht die Überzeugung, dass ein Mensch Halt, Schutz und Raum braucht, um in der Welt bestehen zu können – dass er eine lebendige Beziehung zum eigenen Dasein benötigt, sich als Person respektiert fühlen muss und einen Sinn in seinem Handeln erkennen will. Gerät eine dieser Grundlagen ins Wanken, zeigt sich das in ganz konkreten Beschwerden:
- Fehlt der Halt in der Welt, reagiert die Psyche mit Angst – von dauerhafter innerer Unruhe und Nervosität bis hin zu Panikattacken
- Fehlt die Verbindung zum Leben, entstehen Freudlosigkeit, Sinnlosigkeitsgefühle und Energielosigkeit – typische Anzeichen einer Depression
- Wer sich dauerhaft verbiegt und eigene Grenzen übergeht, verliert die Fähigkeit, auf emotionaler Ebene zu kommunizieren – der Weg in den Burn-out
Was die Existenzanalyse von anderen Therapieformen unterscheidet, ist ihr konsequenter Blick auf die Person hinter den Symptomen. Es geht nicht darum, Beschwerden möglichst schnell zum Verschwinden zu bringen, sondern darum, zu verstehen, was einem Menschen fehlt, um wieder mit „innerer Zustimmung" leben zu können – ein zentraler Begriff bei Längle, der die bewusste Bejahung des eigenen Lebens meint, auch angesichts schwieriger Umstände.
Wie unterscheidet sich die Existenzanalyse von anderen Therapieformen?
Als eigenständige, vom österreichischen Bundesministerium anerkannte Methode verbindet die Existenzanalyse tiefenpsychologische Erkenntnisse mit einem phänomenologischen Zugang, der das subjektive Erleben des Einzelnen ernst nimmt. Die existenzanalytische Gesprächstherapie nach Längle stellt die Frage in den Raum, wie jemand wieder zu einem echten „Ja" gegenüber dem eigenen Leben finden kann – gegenüber dem, was man tut, fühlt und entscheidet.
Über das Gespräch hinaus: Methoden, die den Therapieprozess vertiefen
Die Existenzanalyse lebt vom persönlichen Gespräch – doch manchmal braucht es zusätzliche Zugänge, um an tief liegende Themen heranzukommen. In seiner Praxis setzt Bernd Thell deshalb auf ergänzende Methoden, die den therapeutischen Prozess auf unterschiedliche Weise vertiefen können.
Wie die Wertimagination innere Blockaden lösen kann
Neben dem therapeutischen Gespräch kommt in der Praxis von Dipl. Päd. Bernd Thell unter anderem die Wertimagination zum Einsatz. Diese von Uwe Böschemeyer auf Basis der Logotherapie entwickelte Methode arbeitet mit inneren Bildern und geführten Meditationen. Persönliche Werte nehmen dabei eine greifbare Gestalt an und eröffnen neue Perspektiven – besonders hilfreich, wenn Menschen das Gefühl haben, in ihrem Leben festzustecken oder keinen Sinn mehr zu erkennen. Viktor Frankl selbst bezeichnete diese Form der Imagination als „bewusste Wanderungen zum unbewussten Geist".
Virtuelle Realität als Brücke bei Phobien und Ängsten
Ein weiterer Baustein der Psychotherapie in 1170 Wien ist die VR-Therapie, bei der Virtual-Reality-Technologie therapeutisch eingesetzt wird. Bei Phobien wie Höhenangst, Flugangst oder Klaustrophobie ermöglicht die virtuelle Konfrontation einen geschützten Zugang zu angstauslösenden Situationen – im sicheren Rahmen der therapeutischen Praxis. Gleichzeitig lassen sich immersive Naturkulissen nutzen, um Entspannungstechniken zu erlernen. Der Ansatz hat sich in Studien als wirksam erwiesen und ergänzt die klassische Gesprächstherapie auf zeitgemäße Weise.
Der erste Schritt zählt
Für Menschen, die spüren, dass etwas in ihrem Leben aus dem Gleichgewicht geraten ist, kann der Gang zu einem Psychotherapeuten der entscheidende Wendepunkt sein. Die Existenzanalyse bietet dafür einen fundierten, menschlichen und wissenschaftlich anerkannten Rahmen. Der Psychotherapeut Bernd Thell, der in seiner Praxis in 1170 Wien seit vielen Jahren mit diesem Ansatz arbeitet, verbindet die existenzanalytische Tradition mit modernen Methoden – immer orientiert an der Frage, was ein einzelner Mensch braucht, um wieder mit Zuversicht in die Zukunft blicken zu können.
Dipl. Päd. Bernd Thell
Psychotherapie Dipl. Päd. Bernd Thell
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